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9 Mart 2011 Çarşamba

Spielzeug mit unerwünschten Nebenwirkungen

Ein Bericht der EU hat mal wieder aufgezeigt, dass jedes vierte Spielzeug in Europa nicht sicher ist. Diese gefährlichen Produkte werden in einem Warnsystem aufgelistet. Sowohl das rosa Sommerkleidchen mit Bändern, als auch die Stifte im bunten Kasten und der Kinderroller, alle sehen sie niedlich aus, diese Kindersachen. Aber an den Bändern könnte sich das Mädchen, welches dieses Kleid trägt, strangulieren, die Malutensilien beinhalten giftige Chemikalien und mit dem Roller riskiert das Kind Unfälle durch die zu kleinen Räder.
Auf der Liste des Frühwarnsystems Rapex stehen all diese Produkte. Mitgliedsstaaten der EU können hier alle gefährlichen Waren, die innerhalb ihrer Landesgrenzen verkauft werden, melden. Einmal jährlich veröffentlicht dann die EU diesen Rapex-Report. 2009 stieg die Zahl der gemeldeten Waren um sieben Prozent an. Fast 2000 Produkte stuften die Mitgliedsländer 2009 als gefährlich ein, 60 Prozent davon kamen aus China. Grund für den neuerlichen Anstieg der Meldungen sei aber nicht, dass mehr gefährliche Produkte auf den europäischen Märkten seien, hieß es. Vielmehr seien die Überwachungssysteme der Mitgliedstaaten und die Zusammenarbeit mit Drittstaaten besser geworden.
Kinderspielzeug macht den größten Teil der Meldungen aus. In Europa ist jedes vierte Spielzeug nicht sicher genug, um in Kinderhände gegeben zu werden. Die staatlichen Kontrollstellen bemängeln ansonsten vor allen Dingen Bekleidungsartikel, Motorfahrzeuge, Kosmetika und Elektrogeräte. Chemische Reaktionen, Verletzungen aller Art und die mögliche Beeinträchtigung der Atmung sind die häufigsten Risiken.
Das Frühwarnsystem Rapex-Report kann aber nur funktionieren, wenn die EU-Kommission von den Mitgliedstaaten über solche gefährlichen Produkte informiert wird. Spanien ist hier am fleißigsten und lieferte mit 220 Meldungen die meisten Hinweise, dicht auf den Fersen gefolgt von Deutschland mit 187. Aus den anderen Ländern wie Belgien, Österreich oder Slowenien kamen leider fast gar keine Meldungen. Bei Millionen von Produkten, die auf dem Markt sind, ist aber eine absolute Kontrolle fast unmöglich.
Rapex ist ein gesichertes Internetprogramm, über das nationale Behörden die EU-Kommission schnell kontaktieren können. In Deutschland ist die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin für Produktsicherheit zuständig. Sie hat die Möglichkeit, das Produkt vom deutschen Markt zu nehmen und die Rapex-Stelle zu unterrichten. Auch China hat inzwischen Zugang zur Rapex-Datei. Unter dieses Alarmsystem fallen aber keine Nahrungsmittel und keine Medizin. Dafür gibt es eigenständige EU-weite Warnstellen.

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